Bevor Joachim Ringelnatz 1930 endgültig nach Berlin umzog, betrat er in den 20er Jahren als reisender Artist oft kleine Berliner Bühnen.

Die (erlebten oder erfundenen) Eindrücke vom damaligen Berlin finden wir in zahlreichen seiner Gedichte.

Da will ein Kerl ihn niederknallen, zittern die Finger einer  Lumpensammlerin über Speichel und Rotz. Berliner Kinder erfahren, was ihre Eltern wirklich treiben, wenn sie nachts angeblich noch Briefe schreiben. Und wer vom Treiben sich müde zur Ruhe legt, dem schäumt das schillernde Berlin um seine ernsten Wände.

Was aus diesen Gedichten lärmt, ironisiert, klagt und jubelt wird beinah zum Selbsterlebnis durch die kongeniale Musik der beiden Künstlerinnen Heidemarie Wiesner (Piano) und Waltraut Elvers (Viola).