„Viel hat von Morgen an,

Seit ein Gespräch wir sind und hören voneinander,

Erfahren der Mensch; bald sind wir aber Gesang…“ Friedrich Hölderlin

„Tanz“ – Zeichnung von Moshe Mendelssohn zur Musik von A. Kaufmann, Oktober 2018

 

Die Tradition des Musiksalons im Hause Mendelssohn aufgreifend, musizieren die beiden Künstlerinnen Heidemarie Wiesner (Piano) und Waltraut Elvers (Viola und Violine) mit Verve und inniger Intensität Kammermusik europäischer Romantik und des 20. Jahrhunderts. Kaddisch von Maurice Ravel, Max Bruchs „Kol Nidrei“, Hebräische Melodien von Joseph Joachim –  die Musikerinnen setzen in ihrem Konzert den Schwerpunkt auf Motive, Weisen und Melodien, die sich in der jüdischen Geschichte, in der jüdischer Religion und ihrer traditionellen Musik begründen.  Sie inspirierten  europäische – darunter auch nichtjüdische – Komponisten zu anrührenden, ergreifenden Werken.

So vertont die Suite Hébraïque des Schweizer Komponisten Ernst Bloch eine Vision der alten Priester, die zum Heiligen Tempel in Jerusalem emporstiegen. Im dritten Satz greift Bloch das Wunder des neuen Staates Israel auf, der nach dem Holocaust den ewigen Geist des jüdischen Volkes stärkt und hervorhebt.  Max Bruchs „Kol Nidrei“ basiert auf dem jüdischen Gebet Kol Nidre , das am Vorabend des höchsten jüdischen Feiertages, des Jom Kippur, gebetet wird.

„Kaddisch“- ein jüdisches Gebet für die Seelen der Verstorbenen hat zahlreiche Künstler inspiriert.  „Es kommt noch hinzu für mich, dass die Art der musikalischen Völkerverständigung, die Ravel damit erreicht hat, einfach großartig ist und er zeigt eine Faszination und einen Respekt vor dem jüdischen Glauben, die für einen nichtjüdischen Menschen besonders sensibel ist. In diesem Moment sind solche  Statements und solche Gefühle größer als die jeweiligen Religionen für mich. Es ist eine universelle Sprache.“ (Zitat Daniel Hope)

 

 

Referenzaufnahmen ( Ausschnitte)

Maurice Ravel ; Kaddisch

 

          Felix Mendelssohn – Bartholdy ; Sonate c-moll für Viola und Klavier

 

 

Konzertprogramm (Auswahl)

Ernst Bloch – Hebräische Suite (Viola und Klavier)

Max Bruch – Kol Nidrei (Viola und Klavier)

Felix Mendelssohn Bartholdy – Sonate c Moll (Viola und Klavier)

Robert Schumann – Drei Romanzen (Violine und Klavier)

Joseph Joachim – Hebräische Melodien (Viola und Klavier)

Maurice Ravel  – Kaddisch (Violine und Klavier)